Ein US-amerikanischer Arzt hat sich mit Ebola infiziert. Jetzt soll er nach Deutschland ausgeflogen werden – gemeinsam mit sechs weiteren Personen mit hohem Infektionsrisiko.
Zwei Jahre habe der Arzt im Kongo in einem Krankenhaus gearbeitet. Am späten Sonntag soll der US-Amerikaner positiv auf das Virus getestet worden sein und solle nun ausgeflogen werden – nach Deutschland.
Wegen der kürzeren Flugzeiten und der Erfahrung mit Behandlung von Ebola-Patienten werde der Erkrankte sowie sechs weitere Kontaktpersonen nun nach Deutschland geflogen, so die Gesundheitsbehörde. Zum genauen Standort in Deutschland gibt es keine Angaben. »Wir möchten unseren deutschen Kollegen sowie den Gesundheitsministerien der Demokratischen Republik Kongo und Ugandas danken, die an der Ermöglichung dieser Maßnahme beteiligt waren«, so die CDC.
Ebola führt zu Gesundheitsnotstand
Die Weltgesundheitsorganisation hat für den aktuellen Ebola-Ausbruch den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit Beginn des Ausbruchs Anfang Mai sind 336 Personen vermutlich erkrankt, so die amerikanische Gesundheitsorganisation CDC. Die WHO geht aktuell von mindestens 130 Toten aus.
Insbesondere durch Schnelligkeit und Schwere des Ausbruchs bereitet das Ebola-Virus Experten zunehmend Sorgen. Betroffen ist neben der Demokratischen Republik Kongo auch das Nachbarland Uganda. Dort verbreitet sich der seltene Virustyp Bundibugyo, für den es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt weiterhin als hoch. Am Nachmittag des 19. Mai soll ein Notfallausschuss der WHO über den weiteren Umgang mit dem Ausbruch entscheiden.