Gewalt gegen Parteivertreter ist Angriff auf Rückgrat der Demokratie

Im vergangenen Jahr wurden wieder einmal mehr Parteivertreter:innen angegriffen. Das schadet der Demokratie, findet unser Autor.

Überraschen sollte die Nachricht, dass auch im letzten Jahr wieder mehr Parteivertreter:innen angegriffen wurden, niemanden. Besorgniserregend ist sie trotzdem. Eine Demokratie lebt davon, dass sich Menschen politisch engagieren, ohne sie funktioniert unser politisches System nicht.

Das beginnt bereits im Lokalen: Kommunalpolitiker:innen sind das Rückgrat unserer Demokratie. Klar, in der öffentlichen Diskussion geht es vor allem um das, was der Bundestag entscheidet oder die Ministerpräsident:innen diskutieren. Die meisten Menschen sind aber vor Ort aktiv, setzen konkrete Projekte um, gestalten Dörfer, Gemeinden und Städte aktiv mit.

Genau dort richten Angriffe den meisten Schaden an: Bundestagsabgeordnete sind Berufspolitiker:innen, Gemeinderäte bekommen höchstens eine Aufwandsentschädigung. Das Einzige, was diese Menschen antreibt, ist oft der Gedanke, Dinge verändern und bewegen zu können. Angriffe gegen sie, ganz egal ob körperlich oder verbal, können dieses Engagement schnell zunichte machen. Das gefährdet nicht nur die Lokalpolitik, sondern die gesamte Demokratie.