Ebola auf Reisen: Was du jetzt wissen musst

Two people attending to a woman with a virus lying on a stretcher in a field hospital

Der aktuelle Ausbruch im Kongo und Uganda macht aktuell Schlagzeilen. Wer nun Afrika-Reisen plant, hat berechtigte Fragen. Hier sind die wichtigsten Antworten im Überblick. 

Die Aktuelle Lage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo und in Uganda ihre zweithöchste Alarmstufe ausgerufen und spricht von einer „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, wo bewaffnete Gruppen seit Jahren gegeneinander kämpfen – das erschwert die medizinische Versorgung erheblich. Der Ausbruch ist inzwischen auf knapp 500 Verdachtsfalle und über 116 Todesfalle angewachsen. Die aktuelle Epidemie ist bereits der 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo.

Erschwerend dazu kommt, dass für die aktuelle Ebola-Virus Variante weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.

Die Ansteckungsgefahr von Ebola 

Ebola ist nicht durch die Luft übertragbar, so dass ohne direkten Körperkontakt mit einer infizierten Person oder Materialien keine Ansteckungsgefahr besteht.  Das heißt: Sie können öffentliche Verkehrsmittel ohne Infektionsrisiko nutzen. 

Entscheidend für eine Ansteckung ist die Mensch-Mensch-Übertragung von Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß oder Urin. Kontaminierte Gegenstände können aufgrund der Beständigkeit von Ebolaviren außerhalb des Körpers ebenso gefährlich für eine Ansteckung sein. 

Was sind Ebola-Symptome? 

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 6 bis 10 Tage, kann aber zwischen 2 und 21 Tagen liegen. Die Erkrankung beginnt meist mit plötzlichem Fieber, Unwohlsein, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf können Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hinzukommen. Später drohen innere Blutungen und Organversagen.

Wie realistisch ist eine Ansteckung für mich? 

Für die allermeisten Reisenden gilt nach jetzigem Stand: sehr gering. Für Menschen ohne Reisebezug in den Kongo oder nach Uganda und ohne direkten Kontakt zu Erkrankten besteht kein typisches Alltagsrisiko. Das Risiko einer Übertragung nach Europa ist nach Einschätzung des ECDC sehr gering, solange keine direkte Reise in das Ausbruchsgebiet stattgefunden hat. Bisher wurden nur wenige Ebola-Fälle in Deutschland behandelt, alle erfolgreich und ohne Weiterübertragung. Deutschland verfügt über spezialisierte Hochinfektionsstationen.

Was sollte ich tun, wenn ich in die Region reise? 

Das Auswärtige Amt gibt für Uganda folgende Hinweise: Deutsche Staatsbürger: innen sollten Menschenmengen meiden, möglichst keine Krankenhäuser oder Gesundheitseinrichtungen besuchen und darauf verzichten, Wildtierprodukte zu essen. Außerdem wird davon abgeraten, an Beerdigungen teilzunehmen.

Wenn Sie aus einem betroffenen Gebiet zurückkehren sollten, sollte hellhörig sein: Das RKI empfiehlt, sich 21 Tage lang täglich die Körpertemperatur zu messen. Bei Fieber oder anderen Symptomen sollte sofort telefonisch Kontakt zum Gesundheitsamt oder ärztlichen Bereitschaftsdienst aufgenommen werden — ohne vorher eigenständig eine Praxis oder Notaufnahme aufzusuchen

Prüfen Sie aber aufgrund der dynamischen Lage regelmäßig die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de