Um für Krieg und Katastrophen besser gewappnet zu sein, stockt die Bundesregierung die Ausgaben für den Zivilschutz massiv auf. Boris Pistorius nennt Bundeswehr und Zivilschutz „zwei Seiten einer Medaille“. Nicht alle sind mit der Verteilung zufrieden.
Um Deutschland bei der zivilen Verteidigung zu stärken wollen Verteidigungsminister Pistorius und Innenminister Dobrindt bis zum Jahr 2029 insgesamt 10 Milliarden Euro ausgeben. Investiert wird das Geld unter anderem in das Technische Hilfswerk THW. 1000 neue Spezialfahrzeuge sollen angeschafft werden sowie 100.000 Klappfeldbetten vorgehalten werden. Auch mehr Schutzräume und Bunker sollen entstehen. Boris Pistorius mahnte die Bedeutung der Zivilverteidigung an. „Wir können nicht über Verteidigungsfähigkeit reden und darin investieren und gleichzeitig den Zivilschutz nicht entsprechend befördern“.
Kritik an Katastrophenschutz: Retter können nicht gut genug auf Gefahren reagieren
Damit sie bei Anschlägen und Katastrophenlagen besser reagieren können, wird die Ausbildung von Einsatzkräften und Ersthelfern stärker standardisiert. So sollen die Retter besser auf nukleare, chemische und biologische Bedrohungen reagieren können.
Kritik kommt vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuz Gröhe. Dieser kritisiert die Höhe der geplanten Ausgaben. Diese seien deutlich zu gering, um die Versäumnisse der vergangen Jahre aufzuholen. Besonders sei auch die Bevölkerung intensiver auf Katastrophenlagen vorzubereiten.