„Bob, Rodeln und Skeleton sehen wir auch in diesem Jahr wieder als Medaillengaranten“: Am Freitag starten die Olympischen Winterspiele 2026 in Milano und Cortina. Doch nicht nur im Eiskanal rechnet sich Deutschland gute Chancen aus.
Mit den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano und Cortina d‘Ampezzo steht ein sportliches Highlight in den Startlöchern. Die Eröffnungsfeier am Freitagabend markiert offiziell den Start der Spiele. Dort werden die Skispringerin Katharina Schmid und der Eishockeyspieler Leon Draisaitl das deutsche Team als Fahnenträger anführen. Bis zum 22. Februar treten 2900 Athleten und Athletinnen in sechzehn Disziplinen an. Die ersten Veranstaltungen starteten schon am Mittwoch. Die deutschen Eishockey-Damen mussten bereits am Donnerstag eine Niederlage gegen Schweden einbüßen. Am Samstag findet mit der Abfahrt der Männer das erste Medaillenrennen statt, der abschließenden Höhepunkt ist das Eishockey-Finale am letzten Tag der Spiele.
Für das deutsche Team reisen 185 Sportler und Sportlerinnen nach Italien. Insgesamt werden die Wettbewerbe an acht Standorten ausgetragen. In Cortina d’Ampezzo steht unter anderem das Cortina Sliding Centre. „Bob, Rodeln und Skeleton sehen wir auch in diesem Jahr als Medaillengaranten“, sagt Robert Bartko, Geschäftsbereich Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes. Dass sich Deutschland vor allem im Eiskanal Chancen auf das Edelmetall ausrechnen dürfe, ließe sich aus den Vorergebnisse der laufenden Weltcupsaison schließen, so Bartko. Mit den Teams um Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Adam Ammour schickt Deutschland gleich drei Medaillenanwärter auf die Bobbahn. Bei den Frauen ist Laura Nolte die vielversprechendste Athletin im Bob. Im Rodeln führen bei den Männern, als auch bei den Frauen drei Deutsche die aktuelle Gesamtweltcupwertung an. Felix Loch und Lisa Schulte sind hier die Medaillenfavoriten. Für Loch ist es die fünfte Teilnahme an Olympischen Spielen. Im Skeleton haben besonders Jaqueline Pfeifer und Alex Jungk die besten Chancen auf eine Medaille.
In Ski Alpin liegt die deutsche Hoffnung auf Emma Aicher, die zuletzt einen Super G gewann und einen dritten Platz im Slalom einfuhr. Auch ihre Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann überzeugte vor kurzem mit einem zweiten Platz im Abfahrtsrennen von Trivisio. In Kitzbühel konnte vor wenigen Tagen auch Linus Strasser im Slalom einen dritten Platz belegen. Das Potential für einen möglichen olympischen Podestplatz könnte demnach ebenso vorhanden sein.
Mit elf Medaillenentscheidungen ist Biathlon eine der vielseitigsten Disziplinen. Für Deutschland könnte vor allem Franziska Preuß einen Podiumsplatz erreichen. In Beijing gewann die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 24/25 schon Bronze, in Italien will sich Preuß nun den Traum von einer Einzelmedaille erfüllen. Die 31-jährige kündigte nach der laufenden Saison ihr Karriere-Ende an.
Die Kombinierer Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger und Julian Schmid sind routinierte Olympia-Teilnehmer. Rydzek sicherte sich 2018 in Pyeongchang Gold auf der Großschanze und holte zusammen mit Geiger den den Sieg im Mannschaftswettbewerb. In Peking 2022 gewann Geiger zudem die Goldmedaille am Gundersen Einzel von der Normalschanze. Im Teamwettbewerb desselben Jahres ging zudem die Silbermedaille an das Team um Schmid und Geiger.