Die Frauen-Nationalelf steckt mitten in der Vorbereitung für die beiden WM-Qualifikationsspiele kommende Woche gegen Österreich. Einige Nationalspielerinnen nutzten die trainingsfreie Zeit am Freitag für einen Besuch beim ASV Herzogenaurach und beantworteten dabei nicht nur zahlreiche Fragen, sondern gaben auch den ein oder anderen Tipp.
Bevor die deutsche Nationalmannschaft am kommenden Dienstag (18.15 Uhr, LIVE! bei kicker) in der WM-Qualifikation Österreich im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg empfängt, haben sich fünf Spielerinnen Zeit genommen, um die U-15- sowie die U 17-Juniorinnen des ASV Herzogenaurach am Freitagnachmittag auf deren Vereinsgelände zu besuchen.
Mit dabei waren Franziska Kett, Larissa Mühlhaus, Shekiera Martinez, Ena Mahmutovic und Linda Dallmann, die sich in einer lockeren Runde den Fragen der Nachwuchsspielerinnen geduldig stellten. Dabei interessierte es die Mädchen vor allem, welche Erfahrungen die Nationalspielerinnen in ihrer eigenen Jugend gemacht haben und worin der Unterschied liegt, als Frau in einer Männermannschaft zu spielen oder Teil einer reinen Frauenmannschaft zu sein.
Kabinenanekdote und Elfmeter-Tipps
„Es hat mir körperlich viel gebracht, bei den Jungs zu spielen“, beantwortete Dallmann die Frage und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Wenn man dann allerdings zu den Mädchen wechselt, fühlt man sich schon wohler in der Mannschaft.“ Auch die Gründe dafür teilte die 31-Jährige mit den Mädchen und erinnerte sich dabei an ihre Zeit, als Frau Teil eines Männerteams zu sein. „Man hat sich immer alleine in der Schiedsrichterkabine umgezogen und wenn man gewonnen hat, hat man davon nicht so viel mitbekommen“, sagte Dallmann. Diese Antwort sorgte für viel Zustimmung bei den jungen Spielerinnen des ASV Herzogenaurach.
Die DFB-Frauen hatten aber auch den ein oder anderen Tipp für die Nachwuchsspielerinnen bereit. So verriet beispielsweise Kett, wie man am besten mit der Drucksituation beim Elfmeterschießen umgehen sollte. „Ich selber kann zwar gar nicht so gut mit Drucksituationen umgehen“, gab die 21-Jährige ehrlich zu und fügte hinzu: „Es ist aber wichtig, an seine Stärken zu glauben.“ Dallmann pflichtete ihrer Vereinskollegin vom FC Bayern bei und ergänzte: „Man sollte nicht zögernd zum Elfmeterpunkt gehen, sondern mit Überzeugung antreten. Wenn man nicht trifft, ist das auch nicht so schlimm. Das Allerwichtigste ist, dass man sich überhaupt erst traut, anzutreten. Damit beweist man Mut.“
Nachdem die Jugendlichen all ihre Fragen losgeworden waren, nahmen sich die DFB-Frauen Zeit, um Autogramme zu verteilen und das ein oder andere Bild zu machen. Zum Abschluss beobachteten die Nationalspielerinnen noch interessiert den Anfang der Trainingseinheit des Mädchenteams, bevor es für die Fünf wieder zurück ins Teamquartier ging.