Israel hat den Iran mit der Operation „Rising Lion“ angegriffen. Ziel der Attacken waren Atomanlagen und hochrangige Iraner. Teheran reagiert mit Drohnenangriffen, der Nahost-Konflikt 2025 droht weiter zu eskalieren. Auch der Ölpreis steigt deutlich. Von Julius Seipenbusch
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat Israel mit der Militäroperation „Rising Lion“ mehrere Ziele im Iran angegriffen. Getroffen wurden insbesondere Urananreicherungsanlagen in Natanz und Isfahan sowie Raketenfabriken und Kommandozentralen der Revolutionsgarden. Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, man wolle mit dem Angriff verhindern, dass der Iran den Bau einer Atombombe vollendet.
Nach Angaben aus Teheran wurden bei den Angriffen mehrere hochrangige Militärs getötet, darunter offenbar auch der ehemalige IRGC-Kommandeur Hossein Salami. Das iranische Atomzentrum Natanz erlitt schwere Schäden. Satellitenbilder zeigen Explosionen und Brände in den sensiblen Anlagen des iranischen Atomprogramms.
Iran reagiert mit Drohnenangriff
Als Reaktion auf die israelischen Luftschläge setzte der Iran über 100 Drohnen gegen israelisches Staatsgebiet ein. Nach Angaben aus Tel Aviv konnten die meisten durch die israelischen Abwehrsysteme Iron Dome und David’s Sling abgefangen werden. Berichte über größere Schäden oder Verletzte auf israelischer Seite gibt es bislang nicht.
Militärexperten warnen, dass sich der Konflikt über die beiden Staaten hinaus ausweiten könnte. Verbündete Teherans wie die Hisbollah im Libanon oder die Huthi-Rebellen im Jemen könnten in den Konflikt hineingezogen werden. Ein großflächiger Nahost-Krieg 2025 scheint aktuell nicht ausgeschlossen.
Internationale Angst vor Eskalation wächst
Die internationale Gemeinschaft zeigt sich alarmiert. Die USA betonten, nicht an den Angriffen beteiligt gewesen zu sein, riefen aber beide Seiten zur Zurückhaltung auf. Auch die Vereinten Nationen und Vermittlerstaaten wie Oman äußerten sich besorgt. An den Rohstoffmärkten sorgte die Eskalation bereits für Turbulenzen: Der Ölpreis stieg um mehr als sieben Prozent.
„Die diplomatischen Drähte in die Region müssen jetzt glühen – und ein außerordentlicher EU-Außenministerrat mit britischer Beteiligung dringend folgen.“ – Hannah Neumann, Sprecherin für Verteidigungs- und Außenpolitik der Grünen-EU-Fraktion
Die jüngsten Angriffe könnten auch das diplomatische Ringen um das iranische Atomprogramm endgültig scheitern lassen. In den vergangenen Wochen hatten in Oman erneut Gespräche zwischen dem Iran, den USA und europäischen Vermittlern stattgefunden. Mit der Zerstörung mehrerer Urananreicherungsanlagen und dem Tod ranghoher Militärs dürfte das Vertrauen zwischen den Konfliktparteien weiter erschüttert sein. Beobachter befürchten nun, dass der Atomkonflikt zwischen Israel und Iran langfristig völlig außer Kontrolle geraten könnte.
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