Russlands Präsident reist heute zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach China. Für ihn und den chinesischen Präsidenten Xi Jinping ist es ein Treffen in gewohnt entspannter Atmosphäre. Welche Themen die beiden besprechen werden.
Die Präsidenten von China und Russland kommen heute in Peking zu einem Staatsbesuch zusammen. Das Treffen soll zwei Tage dauern. Dabei soll es nach Angaben des Kremls vor allem um die Beziehungen der beiden Länder gehen. Angesichts verschiedener militärischer und wirtschaftlicher Krisen soll die gemeinsame Zusammenarbeit vertieft und stabilisiert werden.
Darüber hinaus sind Gespräche zu internationalen und regionalen Konflikten geplant – darunter der Ukraine-Krieg. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine ist China ein wichtiger Wirtschaftspartner für Russland. China verhält sich in der Auseinandersetzung offiziell als neutral.
Merz hofft auf Gespräche über Ende des Ukraine-Kriegs
Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hofft, dass Chinas Präsident Xi Jinping während seines Treffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch über ein Ende des Ukraine-Kriegs spricht. Zwischen Russland und Europa gibt es derzeit höchstens auf diplomatischer Ebene Bemühungen um ein Ende des Krieges.
„Wir verbinden natürlich mit diesem Besuch die Hoffnung, dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann.“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
Putin und Xi wollen während ihrer zweitägigen Konsultation verschiedene wirtschaftliche Abkommen unterzeichnen und zum Abschluss eine gemeinsame Erklärung abgeben.
Russisches Atom-Manöver soll Stärke zeigen
Während des Treffens der beiden Staatschefs läuft in Russland ein Großmanöver der Atomstreitkräfte, das drei Tage dauern soll. Zehntausende Soldaten sind daran beteiligt. Es gilt als wahrscheinlich, dass Russlands Präsident Putin damit die Stärke seiner Armee demonstrieren will.
Vor wenigen Tagen erst hatte US-Präsident Donald Trump Peking besucht. Putin wiederum war zuletzt 2025 in Peking, als mit einer Militärparade der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gefeiert wurde.