Am 20. Mai ist Weltbienentag. Für die hilfreichen Insekten aber kein Grund zu feiern: Die deutsche Biene ist stark bedroht. Aber warum eigentlich? Von Nicolas Ecker.
Jede zweite Bienenart ist bestandsgefährdet oder schon ausgestorben, wie aus der Roten Liste der Bienen hervorgeht. Der Weltbienentag der Vereinten Nationen, jährlich begangen am 20. Mai, weist deshalb auf die Schutzbedürftigkeit von Bienen und ihre Bedeutung als Bestäuber hin. Warum geht die Bienenpopulation in Deutschland zurück?
Pestizide schaden den Bienen
Pestizide, also Chemikalien mit denen schädlich angesehene Lebewesen oder Viren getötet oder vertrieben werden, sind vor allem für die konventionelle Landwirtschaft wichtig. So sollen verlässliche Ernten garantiert werden. Viele dieser Stoffe sind aber wahre „Bienenkiller“, wie aus einer Einstufung der Umweltorganisation Greenpeace hervorgeht. Die Chemikalien führen zu Entwicklungsstörungen der Bienen und beeinträchtigen ihre Orientierungsfähigkeiten.

Verbreitung der Asiatischen Hornisse
Die heimischen Bienen leiden auch unter der Verbreitung invasiver Arten, wie der asiatischen Hornisse. Eigentlich in Südostasien heimisch, breitet sich die Hornisse seit mehreren Jahren auch bei uns fast ungehindert aus, wie der Hornissenexperte Frank Steinacher aus Freimersheim weiß. Ihre Hauptnahrungsquelle sind einheimischen Insekten, auch Wild- und Honigbienen. Nester der Asiatischen Hornisse sollte man daher melden. Das geht unter anderem über das Portal „ArtenFinder-Portal Rheinland-Pfalz“ des Landes.

Schwindender Lebensraum der Biene
Neben dem Einsatz von Chemikalien haben Bienenvölker in Deutschland auch mit dem Wegfall ihres Lebensraums zu kämpfen. Bienen finden immer seltener sichere Nahrungsquellen und vor allem Wildbienen haben nur noch wenige Rückzugsmöglichkeiten. Wer Bienen helfen möchte, kann Klee, Gänseblümchen und Löwenzahn anpflanzen, rät der BUND. Bienen lieben außerdem Thymian, Lavendel oder Borretsch. So lässt sich den Insekten einfach etwas gutes tun.
