Bienen in Deutschland stark bedroht – das sind die Gründe

Am 20. Mai ist Weltbienentag. Für die hilfreichen Insekten aber kein Grund zu feiern: Die deutsche Biene ist stark bedroht. Aber warum eigentlich? Von Nicolas Ecker.

Jede zweite Bienenart ist bestandsgefährdet oder schon ausgestorben, wie aus der Roten Liste der Bienen hervorgeht. Der Weltbienentag der Vereinten Nationen, jährlich begangen am 20. Mai, weist deshalb auf die Schutzbedürftigkeit von Bienen und ihre Bedeutung als Bestäuber hin. Warum geht die Bienenpopulation in Deutschland zurück?

Pestizide schaden den Bienen

Pestizide, also Chemikalien mit denen schädlich angesehene Lebewesen oder Viren getötet oder vertrieben werden, sind vor allem für die konventionelle Landwirtschaft wichtig. So sollen verlässliche Ernten garantiert werden. Viele dieser Stoffe sind aber wahre „Bienenkiller“, wie aus einer Einstufung der Umweltorganisation Greenpeace hervorgeht. Die Chemikalien führen zu Entwicklungsstörungen der Bienen und beeinträchtigen ihre Orientierungsfähigkeiten.

Die Asiatische Hornisse breitet sich auch bei uns aus. Das bringt Probleme mit sich (Foto: Larneg/pixabay)
Die Asiatische Hornisse breitet sich auch bei uns aus. Das bringt Probleme mit sich (Foto: Larneg/pixabay).

Verbreitung der Asiatischen Hornisse

Die heimischen Bienen leiden auch unter der Verbreitung invasiver Arten, wie der asiatischen Hornisse. Eigentlich in Südostasien heimisch, breitet sich die Hornisse seit mehreren Jahren auch bei uns fast ungehindert aus, wie der Hornissenexperte Frank Steinacher aus Freimersheim weiß. Ihre Hauptnahrungsquelle sind einheimischen Insekten, auch Wild- und  Honigbienen. Nester der Asiatischen Hornisse sollte man daher melden. Das geht unter anderem über das Portal „ArtenFinder-Portal Rheinland-Pfalz“ des Landes.

Eine Biene fliegt über Thymianpflanzen (Foto: naraefar)
Eine Biene fliegt über Thymianpflanzen. Wer Bienen helfen möchte, kann unter anderem Thymian anpflanzen (Foto: naraefar/pixabay).

Schwindender Lebensraum der Biene

Neben dem Einsatz von Chemikalien haben Bienenvölker in Deutschland auch mit dem Wegfall ihres Lebensraums zu kämpfen. Bienen finden immer seltener sichere Nahrungsquellen und vor allem Wildbienen haben nur noch wenige Rückzugsmöglichkeiten. Wer Bienen helfen möchte, kann Klee, Gänse­blümchen und Löwenzahn anpflanzen, rät der BUND. Bienen lieben außerdem Thymian, Lavendel oder Borretsch. So lässt sich den Insekten einfach etwas gutes tun.