USA: Drei Todesopfer nach bewaffnetem Angriff auf Moschee

Polizeieinsatz am Islamischen Zentrum von San Diego. (Foto: picture alliance / AP Photo / Gregory Bull / Gregory Bull)
Polizeieinsatz am Islamischen Zentrum von San Diego. (Foto: picture alliance / AP Photo / Gregory Bull / Gregory Bull)

Zwei bewaffnete Männer haben bei einem Angriff auf ein Moscheegelände in San Diego mehrere Menschen getötet. Auch die beiden Täter sind unter den Todesopfern.

Immer wieder werden religiöse Einrichtungen in den USA zum Ziel bewaffneter Angriffe. Bei einem Attentat auf ein islamisches Zentrum in San Diego wurden am Dienstag drei Menschen getötet. Laut Medienberichten und Polizei handelt es sich bei den Opfern um drei Männer – einen Wachmann sowie zwei Mitarbeiter des Zentrums. Auch die mutmaßlichen Täter, ein 17- Jähriger und ein 19-Jähriger wurden von den Einsatzkräften tot in einem Fahrzeug aufgefunden. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die beiden nach der Tat suizidiert haben. 

Auf Hubschrauberaufnahmen war zu sehen, wie schwerbewaffnete Einsatzkräfte Kinder aus den Gebäuden evakuieren. Polizeichef Scott Wahl betont, dass von der Polizei selbst keine Schüsse abgegeben worden seien. Ein Zeuge hörte rund 30 Schüsse. Da es sich um ein religiöses Zentrum handelt, bewerte die Polizei die Tat als Hassverbrechen, sagt der Polizeichef. Neben der örtlichen Polizei wurden deshalb auch FBI und Bundespolizei eingeschaltet. 

Genaues Motiv unbekannt

Über das genaue Motiv der beiden mutmaßlichen Täter ist noch nichts genaueres bekannt. Die Mutter eines der Verdächtigen habe sich zwei Stunden vor dem Einsatz an die Polizei gewandt, sagt Wahl. Ihr Sohn sei selbstmordgefährdet, einige Waffen und ihr Fahrzeug seien entwendet worden. Zunächst hatte die Polizei eine Schule im Fokus, mit der der Verdächtige in Verbindung gestanden habe. Nach Meldung der Schüsse war jedoch klar: das eigentliche Ziel ist das islamische Zentrum. 

Auch US-Präsident Trump äußerte sich bereits zu dem Vorfall. Es sei eine „entsetzliche Situation“, so Trump in Washington. Bereits im März war es zu einem Angriff auf eine Synagoge in Michigan gekommen. Der Täter war mit seinem Auto in das Gebäude gefahren.