Schauspieler Alexander Held ist tot

Alexander Held starb nach dpa-Informationen bereits am vergangenen Dienstag. (Symbolbild: pixabay)
Alexander Held starb nach dpa-Informationen bereits am vergangenen Dienstag. (Symbolbild: pixabay)

Domspatz, Torwart bei 1860 München und Schauspieler – Alexander Held war ein Mann mit vielen Talenten. Zuletzt spielte er im ZDF-Krimi „München Mord“. Jetzt trauert die deutsche Fernsehlandschaft um den verstorbenen 67-Jährigen.

München. Der Film- und Fernsehschauspieler Alexander Held ist tot. Wie der deutsche TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, starb der gebürtige Münchner bereits am vergangenen Dienstag im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit. Held lebte zuletzt im österreichischen Erl in Tirol und war unter anderem bekannt für seine Rolle als Hauptkommissar Ludwig Schaller in der ZDF-Krimireihe „München Mord“. Zudem spielte er in Filmen wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Der Schuh des Manitu“ oder „Der Untergang“.

Weggefährten des toten Schauspielers: „Gentleman mit Feinsinn und Witz“

„Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung“, würdigte Burgemeister. Als Schauspieler sei er voller Überraschungen gewesen – mit unbeirrbarer Haltung – und habe all seinen Auftritten Tiefe verliehen. Der Produzent dankte Held für sein Vertrauen, seine enorme Loyalität und die vorbehaltlose Aufmerksamkeit, die er allen geschenkt habe. „Er wird uns allen unglaublich fehlen“, sagte Burgemeister, der bei mehr als 30 Filmen mit ihm zusammengearbeitet hat. 

Alexander Held war Domspatz und 1860-Torwart

Alexander Held wurde 1958 in München geboren. Er konnte außergewöhnlich gut singen und war von 1968 bis 1970 als Solosänger bei den Regensburger Domspatzen. Als Jugendlicher stand er für den Traditionsclub 1860 München im Tor und gewann mit den Löwen fünfmal die Jugendmeisterschaften. Doch wegen einer Verletzung platzte der Traum von der Profikarriere im Fußball.

Seine Berufung fand Held jedoch in der Schauspielerei. Nach einer Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München begann er 1980 bei den Münchner Kammerspielen. Sein Filmdebüt feierte Held 1993 in der Kult-Krimireihe „Derrick“. Viele weitere Auftritte folgten, auch für internationale Produktionen wie „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg. Für seine Arbeit wurde Alexander Held mehrfach ausgezeichnet. Für seine Rolle in „München Mord“ erhielt er unter anderem den Bayerischen Fernsehpreis.